Turnen

Gesundheitssport

alt

Zentrales Ziel aller Angebote im Gesundheitssport ist eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes, häufig werden auch spezifische Ziele im Gesundheitsbereich angestrebt (vgl. z. B. Rückengymnastik oder Osteoporosetraining). Eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes soll dabei primär über eine systematische Stärkung der wichtigsten physischen Gesundheitsressourcen Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit sowie Koordination erreicht werden. Über die Anpassungseffekte der wichtigsten Körpersysteme und Organe können durch eine solche systematische Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen auch koronare, metabolische sowie muskuläre Risiken vermieden bzw. vermindert werden. Um eine Dauerhaftigkeit dieser Gesundheitseffekte zu erhalten, soll im Gesundheitssport weitergehend systematisch auf das Verhalten Einfluss genommen werden. Dies soll erreicht werden, indem vorhandene Teilnahmebarrieren (z. B. Angst vor körperlicher Beanspruchung) berücksichtigt und wichtige psycho-soziale Ressourcen (u. a. Wissen, Stimmung, soziale Einbindung) gestärkt werden. Im Falle vorliegender Beschwerden oder Risiken (z. B. Rückenbeschwerden, metabolischen Risiken) erfolgt eine Konzentration auf die gefährdeten Körpersysteme, ohne jedoch die Stärkung der restlichen Ressourcen zu vernachlässigen (vgl. Brehm, 2006).

Zielgruppen des Gesundheitssports sind zum einen Personen mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und Wiedereinsteiger, jeweils ohne behandlungsbedürftige Krankheiten. Zum anderen sind es Personen mit speziellen Risiken des Muskel- und Skelettsystems, des Herz-Kreislaufsystems, des metabolischen Bereichs oder des psycho-somatischen Bereichs, auch hier jeweils ohne behandlungsbedürftige Krankheiten (Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen, 2008).
 
Um eine gewisse Sicherung der Qualität seiner Gesundheitssportangebote zu gewährleisten, hat der DTB bereits 1994 das Qualitätssiegel "PLUSPUNKT GESUNDHEIT.DTB" eingeführt.